Weiter geht die Reise, und dass im wohl schnellsten Minivan Thailands (170 Baht pro Person). Unser Ziel: Chanthaburi. Für viele Reisende allerdings nur eine Durchgangsstation auf dem Weg zur kambodschanischen Grenze (Übergang: Ban Pakard – Psar Pruhm).

Vorab ein kleiner Exkurs zur Verkehrssituation in Thailand:

  • sehr laut,
  • es stinkt und man könnte noch
  • wild und unübersichtlich ergänzen, eigentlich muss man an jeder Ecke aufpassen, dass man nicht von einem Auto, Taxi, TukTuk oder Bus überfahren wird. Die Hupe ist quasi das wichtigste Element in jedem verkehrstüchtigen Fahrzeug. Wahrscheinlich wird auch nur diese beim TÜV geprüft so wie die Karre über die Straße gesprungen ist, können es die Stoßdämpfer nicht sein.

Wie auch immer, scheinbar hatte unser Fahrer es furchtbar eilig. Wir flogen von einer Kurve in die nächste, wenn es mal zu langsam vorwärts ging, nutzte er einfach den Platz zwischen den zwei Fahrspuren. Okay, er wird schon wissen was er macht, dachte ich mir – schließlich macht er das ja nicht zum ersten Mal. Oder? Die Formel 1, um Vettel & Co., kann sich auf jeden Fall warm anziehen. Die Stadt die vor uns lag muss wohl toll sein. Unsere Fahrer setzte uns am Busbahnhof ab und von da ging es im Taxi zum Hotel. Ein kleines Hotel mit schöner Terrasse und Blick auf den Fluss, eigentlich ganz nett aber für länger als eine Nacht nicht zu empfehlen. Wir hatten viele Ameisen im Zimmer und das Wasser muss wohl direkt aus dem Fluss in die Leitung geflossen sein.

Bewaffnet mit der Kamera und etwas zu trinken machten wir uns auf den Weg die Stadt zu erkunden. Wir hatten gelesen, dass in Chanthaburi die größte Kirche des Landes steht. Diese wollten wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Naja, ein bisschen Kultur muss ja auch mal sein.

Frauen bei der Arbeit

Frauen bei der Arbeit

Aber viel besser waren die unzähligen Cafés direkt am Fluss. Sehr stilvoll und gemütlich hergerichtet, laden diese zum Verweilen ein. Auch die Menschen hier sind so unfassbar freundlich, da möchte man gerne sitzen und das Leben genießen. Weiter spazierten wir Richtung Brücke und pausierten auf dem Freiluft-Fitnessstudio. Philipp hat sich auch gleich auf den Stepper geschwungen um die müden Knochen wieder munter zu machen.

Unser nächster Stopp durch die Stadt war der Markt. Von 1.000 verschiedenen Gerüchen umhüllt, wagten wir uns mutig an die exotisch aussehenden Lebensmittel. Hier bekommt man einfach alles von frischen Obst und Gemüse, Fleisch, Gewürze und Fisch. Einfach alles! Wir haben uns einen frischen Tintenfisch grillen lassen. Dazu gab es noch eine scharfe Marinade – ich würde sagen: Garlic, Ginger, Lemon, Pepper, Chili. LECKER!
Fried Squid

Fried Squid

Satt und gut gelaunt wollten wir zum Busbahnhof um Preise und Abfahrtszeit nach Kambodscha zu erfragen doch dann sind wir an diesem Restaurant vorbeigekommen. Timeless. Ein wirklich, ich will jetzt nicht kitschig klingen, romantisches Restaurant am Fluss, welches uns die Zeit um uns herum vergessen ließ. Die Musik spielte im Hintergrund, die Sonne ging unter und wir, wir genossen jede Sekunde. Und weil es so schön war, entschieden wir uns auch noch zum Essen zu bleiben. Gerne hätten wir die Karte einmal von oben nach unten probiert, das wäre dann aber etwas zu ambitioniert gewesen, also bestellten wir Frühlingsrollen, ein traditionelles Gericht aus der Region mit Krabben und Gemüse und das wohl schärfste Chicken Red Curry in ganz Thailand. Uns kam für einen kurzen Moment das Feuer aus den Ohren, dabei hatten wir doch extra das nicht so scharfe gewählt. Kugelrund wollten wir uns au f den Weg zum Hotel machen und da fiel uns auf, dass wir wohl in der Pub-Straße gelandet sind. Einer neben dem Anderen. Überall schalte moderne Musik aus den Boxen und Live-Bands spielten. Da wir gefühlt die einzigen Touristen in der Stadt waren haben wir die Einladung angenommen und uns auf ein Bierchen, na gut drei (aber auch nur weil es eine Promotion war) gesetzt.

Tipps:

Essen:

Timeless – Restaurant – Bar – Cafe
Location Restaurant Timeless

Location Restaurant Timeless

  • nicht ganz billig, aber auch auf nur ein Getränk lohnt es sich auf der Terrasse zu verweilen

Cafés

Sukhaphiban Road

Sukhaphiban Road

  • Sukhaphiban Road

Übernachtung

River Guesthouse
  • günstig, freies WiFi, nette Terrasse
  • harte Betten
  • Hinweis: Zähneputzen im Hotel mit gekauften Wasser zu empfehlen

Bus nach Kambodscha

  • gegenüber Riverview Guesthouse
  • nur 1x täglich (10:30 h)
  • Preis: 150 Baht pro Person

oder

  • 10 Min Fußmarsch auf der gegenüberliegenden Flussseite nahe Robinson Centers
  • stündlich ab 8:00 h
  • Preis: 150 Baht pro Person

(Stand: November 2013)