Mal wieder geht es für uns nach Südost Asien – genau genommen nach Bali und Lombok. In knapp vier Wochen haben wir einiges an Zeit im Gepäck, dass uns die Möglichkeit bietet, die traumhaften Strände und wunderschönen Tempel zu erkunden.

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Unsere Bali-Lombok Reise stand aber nicht unter einem so glücklichen Stern. Eine 6-Stündige, außerplanmäßige, Flugverspätungen nach dem Zwischenstopp in Jordanien führten dazu, dass wir unserem Anschlussflug in Kuala Lumpur um exakt 1 Stunde verpasst haben und wir somit das Vergnügen hatten eine wundervolle Nacht auf dem größten internationalen Flughafen von Malaysia zu verbringen. Der KLIA 2 hat uns aber mehr als überrascht, wenn nicht sogar umgehauen. Shopping und Schlemmen die ganze Nacht. Immerhin wurde es nicht langweilig, nur etwas sehr zäh mit zunehmender Uhrzeit.

Flughafen Shopping-Meile: Willkommen im KLIA 2

Ein Shop neben dem anderen sorgt für reichlich Abwechslung. Auch der Foodcourt ließ keine Wünsche offen. Im Wechsel gab es Burger und Asiatische Gerichte. Schlussendlich waren wir sehr froh, dass um 9 Uhr morgens endlich Boarding am Abfluggate angeschrieben wurde und wir uns auf unsere letzten Flugstunden nach Denpasar
machen konnten.
In Denpasar angekommen, waren wir wie erschlagen, was vor allem durch die Müdigkeit beeinflusst wurde. Die schwül-heißen Temperaturen und das hektischen Leben in den Straßen haben uns aber direkt wieder begeistert. Wir hatten uns im Vorfeld ein Abholservice von unserer Unterkunft in Ubud organisiert damit wir stressfrei ans Ziel kommen.
Angekommen im Hotel, umgeben von grünen Reisfeldern und einem interessanten aber nicht identifizierbaren zirpen konnte der Urlaub beginnen. Trotz großer Müdigkeit haben wir nur unsere Sachen im Zimmer abgestellt und sind direkt wieder ins Stadtzentrum nach Ubud gefahren. Wir mussten dem Jetlag überwinden und brauchten erst einmal Orientierung.
Am nächsten Morgen war schnell klar – Roller mieten und die Umgebung erkunden! Erstes Ziel die Reisterrassen von Tellalang, unweit von Ubud. Schon von der Straße hatten wir einen wunderschönen Blick auf die Terrassen. Schnell noch den Roller abgestellt und schon waren wir mitten drin zwischen den Reisbauern und vielen leuchtenden Kinderaugen. In gleichmäßigen Abständen winden sich die schmalen stufenförmigen Terrassen den Hang hinauf. Das satte grün leuchtet in der Sonne so frisch und lebendig, dass man einen ganz anderen Blick auf die harte Erntearbeit schnell und gerne vergessen hätte können.

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Essen ist Ubud. Kulinarische Köstlichkeiten aus der Garküche.

Restaurants gibt es in Ubud auch wie Sand am Meer. Auf der Suche nach einem netten Platz zum Abendessen haben wir das Warung Sjaki-Tari-Us eher zufällig entdeckt. Wir waren an dem Abend die einzigen Gäste. Leider, denn die Idee hinter dem Restaurant hat uns noch mehr begeistert. Ein Ausbildungsrestaurant von einem Holländer für Kinder und Jugendliche mit Behinderung.
Gerade diese spezielle Gruppe von Menschen ist auf Bali auch zwingend auf Unterstützung angewiesen. Nach einer spannenden Führung durch die Räumlichkeiten gab es dann auch noch leckeres Essen und gute Säfte zu fairen Preisen und sehr engagiertes Personal. Wir hatten einen wunderschönen Abend.
Als Besucher der Ausbildungsstätte mit Restaurant sollte man sich von der herzlichen Atmosphäre selber überzeugen und wenn man einen Abstecher in den Norden von Bali plant. Macht doch einen Stop in Singaraja. Hier gibt es noch eine zweite Schule mit einem kleinen Warung.
An einem anderen Abend haben wir es uns in Mamas Warung, abseits des touristischen Zentrums, gemütlich gemacht.

Warum wir Ubud als Basis gewählt haben?

Von Ubud konnten wir mit dem Motorroller die gesamte Insel erkunden. Unter anderem auch Pura Ulun Danu Beratan in Zentralbali. Der Tempel im See.
Wie gemalt steht der Tempel im See vor den Bergen. Ein sehr hübscher Anblick (wenn da nicht die vielen Touristen wären). Leider war gerade etwas Wassermangel, so dass der Tempel nicht vollständig vom Wasser umgeben war.
Adresse: Jl. Bedugul – Singaraja, Candikuning, Baturiti, Kabupaten Tabanan, Bali 82191, Indonesien
Die Anreise war mit dem Roller sehr einfach dank der gut ausgebauten Straße. Zumindest wenn man ein korrektes Straßenschild entdecken konnte. Das eine oder andere Mal blieb uns nichts anderes übrig als uns mit Händen und Füßen mit den sehr liebenswürdigen und außergewöhnlich. freundlichen Dorfbewohnern zu verständigen. Wenn an der einen Kreuzung ein Schild stand, war an der nächsten Abzweigung zwar auch eins aber leider ohne den vorherigen angeschriebenen Ort. Knapp 1,5 Stunden später reihten wir uns in eine lange Schlange von Bussen und Motorroller ein. Jeder schlängelte sich die Serpetinen-ähnlichen Straßen hoch – bis auf 1.200 Meter über NN. Jedoch boten sich alle paar Kilometer neue, weite Blicke in die traumhafte Landschaft, so dass der “Stau” im Urlaub auch schnell wieder
vergessen war.
Anreise mit dem Motorroller von Ubud nach Pura Ulun Danu Beratan: Anreise mit dem Roller – Map (Koordinaten: Süd 8°16’19.95 Ost 115°10’27.10)
Wir haben noch lange nicht genug von Bali. Ein weiterer Tagesausflug brachte uns wieder mit dem Motorroller einmal quer durch Bali zum tosenden Tempel im Meer. Faszinierend wie man diese Tempel vor langer Zeit errichtet hat. Viele Schul- und Ausflugsgruppen aus Indonesien besuchten an diesem Tag auch den Tempel und ehe wir uns versahen stand eine Gruppe von über 20 Jugendlichen um Philipp aufgereiht und wollten unbedingt ein Foto mit ihm. Mit seiner Größe von fast 1,90 cm fanden sie das wohl sehr aufregend und außergewöhnlich.
Reisterassen Bali

Reisterassen Bali

Enspannende Ruhe in mitten der Reisfelder

Zurück in Ubud, gönnten wir uns noch eine entspannende Massage in einem sehr stilvoll eingerichteten Spa. Das Kayma Spa war sehr gemütlich und die Behandlung sehr professionell. Zur Begrüßung gab es einen Tee und nach der ersten Reinigung wurde man in ein sehr schönen Raum mit Blick auf die umliegenden Reisfelder begleitet. Die Massage war wirklich sehr wohltuend. Warum haben wir dieses Spa gewählt?
1) Keine Mitarbeiterinnen die an der Straße auf Kundschaft warteten.
2) Die Hinterhoflage mit schöner Aussicht auf die Reisfelder.
3) Wir wurden als Paar im gleichen Raum massiert.
Die Preise waren zwar etwas höher als in dem einen oder anderen Spa direkt an der langen (Haupt)Straße, dafür war die Qualität der Massage, die Freundlichkeit und die Location aber perfekt.

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Unser letzter Stop auf Bali, bevor es nach Lombok weitergehen sollte, war Padang Bai. Die ca. 2 stündige Fahrt von Ubud nach Padang Bai war dank unseres lieben Fahrers sehr informativ und verging wie im Flug. Leider konnten wir die Fähre am Weihnachtstag nicht mehr erwischen und so machten wir uns bei einem gemütlichen Abendessen und bei ein paar kühlen Bier in der Sunshine Bar und bei Topis das Beste aus der Situation. Bei Livemusik und einem kühlen Getränk ist es doch fast überall schön und wir Nachtschwärmer kommen voll auf unsere Kosten. Wie das Leben so will lernten wir ein nettes Pärchen kennen und verabredeten uns auf einen Schnorchelausflug am nächsten morgen. Der viel mehr oder weniger ins Wasser, denn es regnete sehr stark.
Die bunten Junkung in der Bucht sorgen für einen bunten Farbtupfer am Ortsstrand und der Ort versprüht eine entspannte Atmosphäre für Reisende. Wer etwas mehr zeit für Padang Bai einplant kann hier wunderbar tauchen und Schnorcheln oder am White Sand beach oder der Blue Lagoon relaxen. Wo wir die Blue Lagoon nicht wirklich überzeugend fanden. Es war doch etwas in die Jahre gekommen und für die zur Verfügung stehende Fläche sehr überlaufen. Für ein tolles Foto lohnt sich der kleine Spaziergang aber alle Mal. Nicht zuletzt eignet sich Padang Bai bestens als Stützpunkt für die Überfahrt nach Lombok oder auf die Gillis.

Speedboot vs. Fähre – Überfahrt von Bali nach Lombok

Es kommt ja immer auf die persönlichen Ziele eines Reisenden an. Das gleiche gilt auch für die Art des Reisens, und somit auch für die Fortbewegung. Nicht jeder möchte schnell ankommen und nicht jeder muss eine Weltreise gemacht haben um glücklich zu sein. Wir haben uns gegen die Gillis entschieden und somit für eine 4 stündige Überfahrt auf die kleine Schwesterinsel Lombok. Und um ehrlich zu sein, war die sehr angenehm. Die Fähre bietet eine langsame und kostengünstige Alternative zum Schnellboot und eins können wir Euch mit Sicherheit sagen, die Wahrscheinlichkeit mit Übelkeit anzukommen ist weniger hoch.
Alternativer Abfahrtsort zu den Gillis: Der Hafen in Amed bietet auch Überfahrten auf die Gillis.

Bali vor 20 Jahren – Willkommen in Lombok

Angekommen in Lembar, haben wir sicherheitshalber noch einmal Geld abgehoben, da im Ort selber keine ATM zu finden sein sollte. Dann ging es mit dem Taxi zum Hotel. Wir haben in Krisna Bungalows and Restaurant (2017) übernachtet. Ein wirklicher netter Platz zum Verweilen.
Lombok hat uns direkt in seinen Bann gezogen. Schon bei Ankunft war klar, die kleine Nachbarinsel hat so einiges zu bieten und so haben wir im Schneckentempo unsere Fahrt fortgesetzt in Richtung Sekotong und zu den Abseits der Gillis im Norden liegenden Inseln Gili Sudak, Gili Nanggu, Gili Gede & Co.

Lomboks Süden: Von Sekotong bis Mawun Beach und immer weiter zu unberührten Stränden

Der erste Stopp führte uns an die Küste Sekotongs, welche ca. 50 km südlich von Mataram und vor Kuta liegt. Die Einheimischen gaben uns den Tipp, in Sekotong ein Boot zu mieten und einen Tagesausflug zu den verschiedenen Inseln zu machen. Wenn Ihr das macht, solltet Ihr Eure Schnorchelausrüstung auf jeden Fall einpacken. Wir haben uns lieber auf den Roller gesetzt um die Umgebung zu erkunden.

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Mawun Beach

Unser persönliches Highlight war der Mawun Beach. Ganz alleine. Nur wir, das rauschen der Wellen und der feine Sandstrand.

Mawun Beach, Lombok

Mawun Beach, Lombok

Aber mal zurück zum Anfang. Mit dem Motorroller fuhren wir durch den Süden. Die Straßen waren ziemlich hügelig. Du fragst Dich vielleicht, hatten wir keine Angst auf den Straßen von Lombok? Nein, der Verkehr ist nur in Kuta und Mataram etwas lauter und schneller. Die Straßen etwas entfernter sind eigentlich fast leer. Manchmal läuft Dir vielleicht noch eine Kuh oder ein Hahn entgegen, aber das war es schon. Man hat also viel Zeit die Landschaft zu bewundern. Fakt ist: Rollerfahren auf Lombok ist ein riesen Spaß.

Und dann waren wir am Ziel. Mawun Beach. Der Strand mit seinem weißen Sand und türkisblauen Wasser liegt etwas abgelegen in einer fast geschlossenen Bucht. Allerdings sollte man aufgrund der Wellen sehr vorsichtig sein. Leider wird der schöne Fleck auch bald mit einem Resort mit Golfplatz zugebaut. Daher sollte man sich schnell auf den Weg machen um die Einsamkeit zu genießen.

 

On the Road mit dem Roller, Lombok

On the Road mit dem Roller, Lombok

Auf dem Rückweg, mussten wir bei einem Ansteigt leider getrennt den Berg hoch kommen. Unser Roller hatte nicht genug Kraft für uns beide. Dafür gab es als Belohnung einen Stopp im Restaurant Ashtari. Neben dem Restaurant werden hier auch Joga Kurse angeboten. Der spektakuläre Ausblicke auf zauberhafte Buchten und die felsige Halbinsel war absolut toll. Die Preise auf der Speisekarte des Restaurants, das von einem Franzosen geführt wird, leider nicht. Aber das hält uns ja nicht davon ab den einen oder Sundowner zu genießen

Unser Geheimtipp: Selong Belanak und Tanjung Aan

Lust auf surfen? Dann war das die richtige Adresse für uns. Unser Geheimtipp ist ebenfalls super mit dem Roller erreichbar und sollte mit auf Deiner Touren-Liste stehen.

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Happy New Year am Fuße des Mount Rinjani

Der Mount Rinjani ist der 2. höchste Vulkan Indonesiens und ein absolutes Highlights auf Lombok! Verschiedene Anbieter bieten mehrtägige, geführte Touren zum Kratersee und sogar zum Gipfel an.  Aufgrund von zu starken Regenfällen konnten wir die tolle Wanderung leider nicht machen.

Wie auch immer, wir genossen die wundervolle Aussicht von unserem kleinen Balkon mit weitem Blick über Lombok. Lombok ist im Vergleich zu Bali sehr stark muslimisch geprägt.  So verbrachten wir die Silvesternacht in einem kleinen Hotel und einem Bier aus dem benachbarten Hotel und beobachteten das Feuerwerk welches in der Ferne den Nachthimmel färbte.

Man nächsten Morgen ging es bei einer Wanderung durch die Reisfelder weiter zu ein paar wirklich romantischen Wasserfällen. Hier badeten die Kinder, lachten und freuten sich über unseren Besuch.  Ein wirklicher schöner Start ins neue Jahr und bevor es zurück Richtung Küste ging. Wir werden wohl wiederkommen um Mount Rinjani in all seiner schönen Pracht zu erleben.

Wanderung Rinjani Reisfelder

Letzer Stop auf unserer Reise war Kuta Lombok. Wir übernachteten im kleinen, etwas außerhalb gelegenen Bule Homestay . Ein absoslut ruhiger und freundlicher Ort (2017). Ein paar weitere Reisende machten halt und man kam mit dem einen oder anderen ins Gespräch. Die Unterkunft bot Roller zum Ausleihen an und die Besitzer gaben viele nützliche Tipps für den Aufenthalt.

 

Unseren Abschluss machten wir in Luala Lumpur. Bei unserem kurzen Stopover durften die Petrona Towers natürlich nicht fehlen. Aber die zwei Türme sind ja fast nicht zu übersehen. Bei unseren Stadtspatziergang kamen wir am Unabhängigkeitsplatz vorbei, dort thront das Sultan Abdul Samad Building, das die Einflüsse der Mughal Architektur widerspiegelt und eine spannende Mischung aus Indischem, Persischem und Islamischem Design ist. Und ein klassisches Tourifoto mit dem I Love KL sollte natürlich auch noch in den Kasten.

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