Das wir wirklich noch einmal nach Melbourne fahren war klar, aber so schnell? Am Morgen hatte Philipp gelesen, dass am Abend das Fußballspiel Sydney FC gegen Melbourne Hearts in Melbourne ausgetragen wird. Ein guter Grund sich noch einmal in den Großstadt-Dschungel zu wagen. Um die Zeit bis zum Anpfiff zu überbrücken verbrachten wir den Tag am St. Kilda Beach – dieses Mal fast alleine, denn es war Freitag und die Leute zum Glück auf Arbeit.

Tipp: Am Marina Park kann man für nur 3 A$ den ganzen Tag parken.

Bloß wo parken wir für wenig Geld in der Nähe des Stadions? Viele Parkhäuser rufen horrende Preise auf – ab 10 A$ die Stunde. Puh, ein Spiel mit An- und Abfahrt sind mind. drei bis vier Stunden parken. Vom Marina Park sind es 1,5 Stunden mit den Öffentlichen. Wir fuhren einfach drauf los, irgendwo wird es schon nicht so teuer sein. Stau – ach nein, Feierabendverkehr. Am Olympic Park fiel uns ein Schild ins Auge – 10 A$ Parken am Matchday. Hunderte Autos fuhren dort hinein. Was war hier nur los? Wollen die etwa alle zum Fußball? Nein, natürlich nicht. In Australien ist Cricket viel populärer. Und wenn Australien gegen England auf dem Feld steht, gibt es für die verrückten Australier kein Halt mehr.

Mit direkten Kurs auf den Ticketschalter liefen wir zum Fußball Station und reihten uns in der Warteschlange ein. Das einzige da wir noch brauchten waren Eintrittskarten. 1x die günstigsten Tickets für 25 A$ pro Person, bitte. Im Stadion hatten wir freie Platzwahl in bestimmten Sektoren. Schnell hatten wir Platz genommen und warteten auf den Kick Off. Mittlerweile spielen einige Spieler aus  den europäischen Ligen auf dem Platz. So lief Del Piero für Sydney und Orlando Engelaar für Melbourne auf. Letzterer flog auch gleich in der ersten Hälfte mit Rot Platz. Dennoch gewann Melbourne in einem unterhaltsamen Spiel mit 2:1. Mit dem Länderpunkt Australien verließen wir den nicht ausverkauften AAMI Park.

Supporter Sydney FC

Supporter Sydney FC

Supporter Melbourne Hearts

Supporter Melbourne Hearts

Zurück am Auto, wurden wir dann noch von einer riesigen Spinne an der Fahrerscheibe in Empfang genommen. Panik, Hektik, kurzzeitig etwas Atemnot! Denise sagte nur noch fahr, vielleicht fällt sie ja ab. Nichts da, tapfer hielt sie sich an der Scheibe. Denise musste aussteigen und die Spinne von der Tür entfernen. Das dauerte natürlich auch noch etwas. Sie fragte eine vorbeilaufende Frau mit ihrer Tochter, ist die Spinne giftig? Die Frau lachte nur und verneinte. Sie war natürlich nicht giftig. Aber es hätte ja durchaus der Fall sein können. Es war nur ein Huntsman!

Huntsman

Huntsman