Von der geothermalen Route machten wir uns auf den Weg um ein paar Tage an der Pazifikküste zu verbringen. Auf nach Coromandel! Die Halbinsel hat viele Hügel und subtropischem Regenwald. Coromandel ist auch Campern gegenüber sehr aufgeschlossen. Hier gibt es noch einige Plätze an denen sogar Freedom Camping erlaubt ist.

Erster Tag – Waihi Beach

Wir blieben die erste Nacht in Waihi Beach in der Tuna Ave mit direktem Blick auf das Meer. Eine leichte Briese blies von der Meerseite aufs Festland, und die Sonne ging langsam unter.

Die Wellen sahen gut aus. Das Meer fast für uns alleine und nur wenige Schritte entfernt. Aber ohne ein Surfboard macht das natürlich nur halb so viel Spaß. Wo sollten wir eins leihen? Der Surfshop war schon im Winterschlaf. Auf nach Waihi! Die nächst größere Stadt. Aber von Surfshops war nicht viel zu sehen, dafür aber viele coole Oldtimer. Wir platzten ungewollt in das Event des Jahres. Beach Hop! Das Nostalgia Festival in Neuseeland. Ein toller Wagen folgte auf den nächsten. Frauen tagren wieder Petticoats und Rock N’ Roll schallte durch die Straßen. Back to the 50s & 60s?

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Wir verfolgten das Spektakel für eine ganze Weile, kauften noch Laugen Semmeln in der German Bakery und fuhren nach Waihi Beach zurück um unser Glück beim Surf Club zu versuchen. Er war auch zu. Wir fuhren zum einzigen Laden im Ort und da Stand es – das Redback Malibu 7‘0 Softboard. Nicht lange überlegt und schon lag es im Auto. Wir waren jetzt stolze besitze eines Surfboards. Auf in die Wellen, und das ab jetzt jeden Tag bis zum Ende unserer Reise.

Unser Surfboard

Unser Surfboard

Zweiter Tag – Whangamata

Wir fuhren weiter Richtung Norden nach Whangamata. Der Beach Hop ließ uns nicht mehr los. Wir waren mitten drin, und das würde sich die nächsten Tage auch nicht mehr ändern. Mehr als 200 Oldtimer hatten genau dieselbe Strecke wie wir geplant. Fein, dann genießen wir die Menschen an den Straßen, die Autos die mehrfach ihre runden durch die Stadt drehen und den Trubel und die Heiterkeit.

Was war das, unser Auto schrie schon wieder laut auf. Oh nein – ungeplanter Zwischenstop in der Werkstatt. Diagnose: Der Kabelzug zum Gaspedal muss vollständig ersetzt werden, allerdings erst morgen. So standen wir die Nacht in der Marina Society für einen 5 NZ$ Donation und brachten das Auto morgens um 8 Uhr in die Werkstatt. Die Wartezeit vertrieben wir uns natürlich mit SURFEN.

Camper in Werkstatt

Camper in Werkstatt

Wendekreisen bot uns an, dass wir für die zwei Tage, die wir bis dato verloren hatten, einen Refund bekommen. Daraufhin fragten wir, ob wir den Camper einfach zwei Tage länger haben könnten. Deal, wir können ihn sogar drei, vier oder fünf Tage länger haben!

Dritter Tag – Cathedral Cove und Hot Water Beach

Wir machten eine kurze 35 Minütige Wanderung zur weltberühmten Cathedral Cove und dem dazugehörigen Strand. Ewas zu viele Touristen, aber schön. Am nächsten Morgen fuhren wir direkt an den Hotwater Beach um unsere Schaufel einzuweihen. Hier tritt am Strand Wasser mit bis 64 °C aus zwei Quellen aus. Pünktlich um 9 Uhr waren wir da, exakt 2 Stunden vor Low Tide. Wir gruben, glauben wir, direkt an der Quelle. Das Wasser war so heiß, das wir drei Mal kaltes Meerwasser nachgießen mussten. Und es waren viele Leute die das gleiche machten wie wir. Also konnten wir diesen Spaß nur kurz genießen bevor es weiter ging. Wir wollten wieder Surfen. Die 4. Nacht verbrachten wir wieder direkt beim Surfclub in Waihi Beach. Hier dürfen pro Nacht bis zu drei Self Contained Camper stehen. Zusätzlich gab es auch noch Strandduschen. Luxus.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Hinweis:

  1. Man kann die Hot Pools nur 2 Stunden vor und bis max. 2 Stunden nach der Low Tide buddeln, dann ist der Spaß wieder vorbei. Zeiten können bei der i-Site erfragt werden.
  2. Man sollte auch nicht einfach Pools von anderen Nutzen ohne vorher die Wassertemperatur zu prüfen. Die Pools können furchtbar heiß werden.

Vierter Tag – Camper Switch in Auckland

Auckland wir kommen! Aber nicht um zu bleiben. Campertausch war angesagt. Schnell noch vollgetankt und ab zur Vermietstation. Alles von einem Camper in den anderen umzupacken war nicht so schlimm wie Sachen für die Weiterreise zu packen. Das kommt zum Glück erst in einer Woche. Wendekreisen ist ein sehr guter Anbieter. Wir hatten etwas Pech mit dem Gaspedal, aber dank des guten Service war auch das Problem schnell gelöst.

Camperswitch Wendekreisen Auckland

Camperswitch Wendekreisen Auckland

Weiter ging es dann in Richtung Northland um die Bay of Islands und Freunde der Familie zu besuchen. Tolle Strände, einsame Buchten und beide Meere – Tasman Sea und Pazifik zur Auswahl. Und natürlich viele Surfspots.