Unser Great Ocean Road Adventure starteten wir in der kleinen, hübschen Küstenstadt Lorne. Schnell noch ein paar Tipps an der Touristeninfo eingeholt und dann konnte das Abendteuer beginnen. Obwohl es noch sehr früh war, kam der Hunger über uns und wir stoppten in der Picnic Area mit direktem Blick auf den feinen Stadtstrand in Lorne.

Gestärkt ging es dann zu den Erskine Falls, den größten Wasserfall in Victoria. Nur 200 Stufen bergab bis zum Fuße des Wasserfalls. Nach den letzten Tagen mit vielen staubigen Straßen, abgemähten Feldern, wirkte der Wasserfall wie eine kleine Oase. Um uns herum alles grün, das Wasser pletscherte die Felswand herunter und suchte sich, mal schnell, mal langsam seinen Weg durch die großen runden Steinsbrocken.

View vom Teddy Lookout

View vom Teddy Lookout

Versteck bei Erskin Falls

Versteck bei Erskin Falls

Nächster Stop, Teddy Lookout. Ein wahnsinns Blick auf das Meer, die Straße und eine kleine Bucht. Jetzt wollten wir die Freiheit der Straße auch endlich erfahren und unsere ersten KM auf der wohl bekanntesten Küstenstraße der Welt fahren. Die Great Ocean Road. Eine Kurve folgte auf die nächste, rechts, links, etwas bergauf, dann wieder bergab. Nach jeder Kurve ein toller Lookout. Man kann leider nicht überall anhalten, sonst würde man wohl möglich Wochen bis in die nächste Ortschaft brauchen. Wir hielten noch am Artillery Rocks. Ein großartiger Platz. Grosse Steine, kleine und große Muscheln in allen Farben und feiner, weißer Sand zwischen unseren Zehen. Das fühlte sich gut an. Wir wollten noch mehr!

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Wir folgten der windigen Straße, kleine Orte, sagen wir mal alle 50 km, viele andere Campervans die uns entgegen kamen und grüßten und die Sonne die das Meer glitzern ließ. Unser Weg führte uns auch durch Kennet River. In einem Guide hatten wir gelesen, dass man hier Koalas in freier Wildbahn beobachten kann. Nichts wie hin. Und tatsächlich, echte, lebendige, graue, flauschige Koalas in den Eukalyptusbäumen. Koalas sind irgendwie cool auch wenn sie den ganzen Tag faul und träge in den Bäumen hängen. On Top gab es dann noch viele Papageien, die uns quasi aus der Hand gefressen haben. Philipp und der Vogel hatten sogar die selbe Frisur.

Philipp hat ein Vogel

Philipp hat ein Vogel

Langsam aber sicher wurde es Zeit in Richtung Nachtlager zu fahren. Chris und Nik hatten uns den Campground Johanna Beach empfohlen. Direkt am Meer. Allerdings ist man an so einem tollen Ort auch nicht alleine, wie wir feststellen mußten. Egal, es war trotzdem schön. Kaum angekommen, überfielen uns aber auch schon die Fliegen. Zum ersten Mal kamen unsere neuen Kopfnetze zum Einsatz. Ob Nik und Chris das wußten? Sie waren auf jeden Fall das Beste was wir geschenkt bekommen haben.

Da es simmer noch sehr heiß war, wollten wir uns im türkisblauen Meer Abkühlung verschaffen. Das Schild mit den vielen Hinweisen grenzte unsere Euphorie jedoch schnell wieder ein. Starke Strömungen,  Klippen, Steine und keine Lebensrettung weit und breit machten unserem Vorhaben ein schnelles Ende, und so blieb nur ein Strandspaziergang zur nächsten Bucht übrig.

Der Sonnenuntergang war wie immer schön. Doch was raschelt da im Busch? Eine Schlange? Nein, zum Glück nur ein Echidnas.

 

Echinads

Echinads

Kleiner Tipp: Wer trotzdem ins kühle Nass möchte, kann sich in den unterschiedlich tiefen Rockpools abkühlen.

Am nächsten Tag ging es weiter in Richtung Port Campbell. Natürlich nicht ohne einen Stop bei dem wohl meist fotografierten Motiv Australiens, den 12 Aposteln. Das ist eine Felsformation an der Küste, und eigentlich sind des nur noch 7 Apostel. Vor einigen Monaten ist der 8. Apostel zusammengestürzt und um es genau zu sagen, waren es noch nie 12. So viel zu Historie. Hier kann man auch Heli Flüge machen, allerdings war uns das mit 150 pro Person etwas zu teuer.

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In Port Campbell, dem fast westlichsten Punkt der Great Ocean Road, angekommen, waren wir vom Strand etwas enttäuscht und fuhren direkt über die Inland-Route zurück nach Lorne. Um uns zu stärken legten wir einen Stop bei Gentle Annie’s Fruit Farm ein und Denise schlenderte noch die Artstraße entlang und fotografierte die Holzskulpturen.

Art Street - Holzfiguren

Art Street – Holzfiguren

Jetzt wollten wir aber endlich mal ins Wasser, und unbedingt Surfen. Bloss wo sollten wir übernachten? Wir hielten in Jan Juc, nahe des weltbekannten Surfer Beach Bells Beach. In der Ecke gibt es leider keine Free Campgrounds, und so blechten wir 30 A$ für den günstigsten in der Umgebung. Statt einem Surfkurs warfen wir uns doch nur mit unserem neuen Bodyboard in die Fluten und liefen danach wieder zum Campground und machten ein leckeres BBQ.

Tipps:

  1. Die Great Ocean Road fährt sich am Besten von Osten nach Westen da man auf Grund des Linksverkehrs dann als Beifahrer einen tollen Blick hat.
  2. Lieber einmal öfter links anhalten und für ein paar Minuten verweilen.
  3. Die Strecke ist einfach toll und so früh wie möglich starten, damit noch nicht zu viele Touristen unterwegs sind.