Eine Deutsch – Schweizer Reunion

Trotz wenig bis gar keinen Empfang versuchten wir schon seit Tagen Simone und Marcel zu erreichen. Wir hatten uns ja in Vietnam mit den Worten „…bis in Neuseeland…“ verabschiedet.

Wir hatten uns gerade die Pancake Rocks in Punakaiki angesehen. Eine Felsformation die wie aufeinander gelegte Pancakes aussehen und stoppten auf unserem Weg nach Norden in Charlston. Endlich ein Balken auf dem Telefon. Wir versuchten unser Glück, das Telefon klingelte gefühlt 100 Mal – wieder nur die Mailbox, und dann war auch noch unser Guthaben alle. Es sollte wohl nicht sein. Wir wollten gerade abfahren und dann klingelte es. Zu unserer Überraschung waren Marcel und Simone nur 20 Minuten von uns entfernt, und so fuhren wir nach Westport zum North Beach. Die Freude war groß und es gab viel zu erzählen.

Schweizer Deutsches Reunion

Schweizer Deutsches Reunion

Gemeinsam machten wir einen kleinen Abstecher zur nahegelegenen Seal Colony und beschlossen den Abend gemeinsam zu verbringen. Auf unserem Weg nach Westport sahen wir Jacks Gasthof und fuhren dort hin, parkten unsere Camper und es gab, wie nicht anders zu erwarten, Thai Curry. Auf vier Herdplatten wurde Gemüse, Hühnchen und Reis vorbereitet und wir hatten einen super Abend, viele Geschichten und nützliche Tipps für die Nordinsel. Die beiden haben nämlich die letzten drei Wochen dort auf einer Farm verbracht.

Am nächsten Tag fuhren wir weiter in Richtung Nelson Lakes und Simone, Marcel, Sara und Jasmin (zwei Freunde aus der Schweiz, die für drei Wochen nach Neuseeland gekommen sind) weiter die Westküste entlang. Das nächste Mal sehen wir uns dann erst in Deutschland oder in der Schweiz.

Das war übrigens das erste Mal, dass wir Anhalter mitgenommen haben. Don aus Alaska konnten wir nur für 18 KM mitnehmen, Jonna aus Finnland haben wir von Westport bis nach Punakaiki mitgenommen und Simon aus Frankreich bis zur Junction bei den Nelson Lakes. Hitchhiking ist in Neuseeland sehr beliebt und wir dachten wir probieren es auch mal aus. Viele machen es um Geld zu sparen. Auch wenn es sehr interessant war, hatten wir nach dem dritten Anhalter genug von What’s your name, Where are you from and What are you doing in Neuseeland. Simon noch schnell aus dem Auto gelassen und schon ging es für uns weiter zu den Nelson Lakes. Die Nelson Lakes waren wunderschön. Aber wir haben aber nichts unternommen sondern nur in die warme Herbstsonne genossen. Wir wollten ja am nächsten Tag auch schon weiter zum Abel Tasman Nationalpark um dort ein paar Wanderungen zu unternehmen. Außerdem freuten wir uns ja auch darauf Peggy und Ronny zu treffen. Die beiden verbringen drei Wochen Urlaub in Neuseeland.

BBQ und ein bisschen Münchener Luft

Als wenn das erste Wiedersehen nicht schon toll war, folgte auch gleich der 2. Streich. Im Abel Tasman, genau genommen in Takaka trafen wir dann endlich Peg und Ronny. Beide waren zwar etwas K.o. denn sie hatten gerade einen 12 KM Walk hinter sich, aber für eine dicke Umarmung hat es allemal gereicht. Peggy und wir wohnten in München in der gleichen Straße und nun waren wir Camper-Nachbarn. Bei einem deftigen BBQ und viel Wein und Bier quatschten wir über den Klatsch und Tratsch in der Heimat. Es war einfach ein toller Abend. Nach dem Frühstück trennten sich auch unsere Wege wieder (leider) aber wir freuen uns jetzt schon auf die große Foto-Show daheim.

Münchener Wiedersehen

Münchener Wiedersehen

Uns hat das Wiedersehen mit allen sehr gut getan, vor allem nach dem wir jetzt schon 117 Tage, 24/7 unterwegs sind. Die Abwechslung und ein paar bekannte Gesichter bringen frischen Wind rein.

So machten wir uns am 12. März auf um die Rawhiti Cave (übersetzt in Maori: Sunrise) zu erkunden. Der Weg dorthin führte uns über privates Farmland, alle paar Meter mussten wir ein Gate öffnen und wieder schließen damit die Schafe und Kühe nicht abhauen. Der Weg zur Cave war mit 2,2 KM angeschrieben. 2,2 KM steil Bergauf, wie sich herausstellte! Hätte uns das vorher einer gesagt, dann wären wir etwas langsamer losgelaufen. Die Rawhiti Cave ist eine Phytokarst Höhle in der durch das Zusammenspiel von Pflanzen und Calcium Stalaktiten und Stalagniten u.a. in Richtung Sonne wachsen. Das Wetter wurde besser und wir fuhren weiter in Richtung Collinwood bis ganz nach Norden zu den Farewell Spit und zum Wharariki Beach. Einer der schönsten Strände die wir bis dato auf der Südinsel gesehen haben. Coole Höhlen und Felsformationen und ein toller Strand mit vielen Dünen zum Erkunden. Danach ging wieder zurück Richtung Zivilisation.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

WM Tickets die Zweite

Die Nacht verbrachten wir dann auf einem Campsite kurz vor Takaka. Wir brauchten ja dringend Internet, denn am Abend war die zweite „First Come First Serve“-Phase um WM Karten zu bestellen. Alles war vorbereitet, um Punkt Mitternacht Neuseeländischer Zeit, loggten wir uns ein. Wieder diese virtuelle Warteschlange. Nach nur einer Stunde bekam Philipp den Zugriff auf das Ticketkonto, letztes Mal waren es zwei Stunden, und die Tickets für die 2 ausstehenden Gruppenspiele ganz schnell im Warenkorb. Doch dann stürzte die FIFA Seite ab. Unfassbar! Das war es dann wohl mit den Tickets, wir warteten noch zwei geschlagene Stunden aber wir bekamen keinen Zugriff mehr. Jetzt muss ein Plan B her, das zweite Gruppenspiel gegen Ghana ist aber schon sicher.

Nach einer sehr kurzen Nacht fuhren wir über eine sehr windige Schotterpiste nach Totoranui in den Nationalpark und machten einen Walk zum Anapai Beach. Das ist ein Teil des Abel Tasman Coast Track, einer der neun Great Walks in Neuseeland, und wir können nur sagen es war wunderschön. Nächstes Mal machen wir den gesamten Walk, für welchen man ca. 3 bis 5 Tage einplanen sollte.