Weiter ging unsere Reise mit dem Spaceship quer durch Down Under. In ein paar Tagen mussten wir nach Sydney um den Camper abzugeben, aber nicht ohne einen Abstecher ins Hunter Valley. Wir fuhren über die Route 33 nach Norden über Wollombie bis nach Cressnock. Unterwegs kam uns die Idee Briefkästen zu bewerten, daraus geworden weil wir so viel Spaß hatten, ist eine Fotostrecke über die skurrilsten Briefkästen in NSW.

Welchen findet Ihr am besten?

Unter allen die ihren Kommentar hinterlassen, verlosen wir eine Postkarte aus Neuseeland 🙂 Bis 28.02.2014 könnt ihr uns eure Meinung sagen. Wer keine Lust hat, amüsiert sich einfach an den Bildern.

In Cessnock angekommen, welches auch das urbane Zentrum des riesigen Weinanbaugebiets ist, hielten wir an um uns über die Weintouren und Campgrounds zu informieren.

Das Hunter Valley, ca. 160 km von Sydney, gehört zu den ältesten Weinregionen in Australien. Schon in der ersten Hälfe des 19. Jahrhunderts wurde hier Wein angebaut. Es gibt ca. 150 Weingüter die vor allem Shiraz und Semillion hervorbringen. Einige sind auch schon in der fünften Generation wie z.B. Tyrells und Tullochs. Bei der großen Auswahl fällt es nicht leicht eine Entscheidung zu treffen, allerdings braucht man am Wochenende ohne Reservierung nicht herfahren, da alles ausgebucht ist.

So stellten wir uns in den kleinen Ort Broke, erstmals 1830 erwähnt, auf einen der wenigen Free Campsites. Die Region Broke Fordwich, im Südwesten des Hunter Valley, hat insgesamt 36 Weinberge u.a. Stomp! Wines, Margan Winery, Nightingale Wines und Whispering Brokes, 20 Weinsorten und 10 Weinkeller, und einige sind sogar zu Fuß vom Campground erreichbar.

Am Abend schmiedeten wir große Pläne für unsere Weinwanderung. Leider hat Petrus irgendetwas gegen unsere Pläne. Als wir am Sonntag aufwachten, regnete es in Strömen. Sollte die Weinwanderung etwa deshalb ins Wasser fallen? Nicht mit uns. Wir nahmen eine Open-Air Dusche, schwangen uns in unsere Sonntags-Robe, spannten den Sonnenschirm auf und liefen los. Ja, richtig Sonnenschirm, einen Regenschirm besitzen wir nämlich nicht.

Das bisschen Regen machte uns nichts aus. Nach 3 KM erreichten wir das erste Weingut. Pitschnass betraten wir den Keller und wirkten sicher nicht wie die bevorzugte Zielgruppe auf die Besitzer, aber nichts desto trotz ließen wir uns alles genau erklären, probierten die Weine und Olivenöle, verabschiedeten uns und wanderten weiter zum zweiten Weingut. Hier waren die Besitzer etwas steifer, die Probiergläser weniger gut gefüllt und so fühlten wir uns nur wie einer unter vielen unerwünschten Weintestern und gingen zum nächsten Vinyard. Es regnete immer noch! Bei Nightingale Wines angekommen, wurden wir sehr herzlich von Paul, Don und Alex empfangen. Wir bestellten eine große Käseplatte und probierten die Weinkarte von oben nach unten. Kurz noch gut geplaudert und dann machte Paul, der Besitzer, die Gläser mit unserem Lieblingswein randvoll und Don lud uns ein die Nacht auf dem Weinberg zu verbringen. Wirklich? Ein unschlagbares Angebot und noch dazu mit Dusche, Pool, Veranda und vielen Kängurus. Die Australier nennen das auch gerne Clamping – Luxus Camping.

Die Einladung machte unseren Aufenthalt zu etwas ganz besonderem und wir freuen uns schon jetzt auf ein Wiedersehen. Denn dazu haben uns Paul und Don eingeladen. Falls ihr bei Nightingale Wines vorbeischauen wollt, wir können es wärmsten empfehlen, leckere Weine und schöne Location. Anbei die Adresse: 1239 Milbroadle Rd, Broke 2330. (kein Campingplatz!)

Am Abend gab es noch eine private Känguru-Fightshow und wir haben einen Joe gesehen. Das ist eine Känguru-Mutter die ihr Känguru-Baby im Beutel trägt. Für uns etwas ganz besonderes.

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Der nächste Morgen weckte uns mit Sonnenschein und wir fuhren nach kurzer Abschiedsrunde weiter Richtung Küste, zum Lakes Beach südlich von Newcastle, und verbrachten den Tag mehr im Wasser als am Strand.