In unserem Lieblingstransportmittel, dem Mini Van, ging es auf die Inseln. In Ban Nakasang wurden wir samt Gepäck abgesetzt und stiegen in ein Local Fischerboot um. Leider wollte uns der Fahrer im Norden der Insel absetzen und als Denise anfing mit ihm zu diskutieren, wollte er auch kein Englisch mehr verstehen. Erst als Philipp ihm weitere 10.000 Kip gab, für Geld bekommt man hier alles, fuhr er uns bis zur Alten Verladerampe. Die letzten 500 Meter liefen wir am Ufer des Mekong entlang bis wir unser Domizil, für die nächsten sechs Nächte, erreichten. Welcome to Mama Leuha! Wir hatten schon so viel gehört, und schon der erste Eindruck war einfach – WOW.

Damit ihr euch das ganze besser vorstellen könnt: kleine Holzhütte mit bequemen Bett und Moskitonetz. Bad mit Toilette, Waschbecken und Mekong-Dusche. Also bitte nicht auf die Idee kommen, dass Wasser zu trinken! Veranda mit zwei Hängematten und Blick auf den Mekong. Das beste Restaurant auf der Insel und die weltbesten Gastgeber: Lutz & Pheng.

Unser Lieblingsort
Unser Lieblingsort

Viel zu unternehmen gab es für uns nicht. Die Insel Don Det ist eine der 4000 Islands (Si Phan Don). Noch vor einigen Jahren war hier alles unberührt und unerschlossen, das heißt keine Roller, kein Strom, sehr wenige Besucher und vor allem keinen ATMs und fließend Wasser. Einiges ändert sich dann doch nicht so schnell und Banken und fließendes Wasser gibt es auch heute noch nicht.

Ein normaler Tag @ Mama Leuha auf Don Det sah bei uns so aus: Aufstehen, erst einmal Frühstücken, in der Hängematte chillen, langsam wieder vor zum Restaurant trotten und einen kleinen Snack, meist in Form von Garlic Bread einnehmen, wieder zurück in die Hängematte rollen, den Besuch der Wasserbüffel abwarten, die latschten zwischen den Bungalows durch, fraßen alles was noch grün und saftig war und Abendessen. Eigentlich pflügen die Wasserbüffel die Reisfelder, da aber gerade keine Arbeit ruft, haben die so viel Zeit, dass sie immer bei uns vorbeigeschaut haben. Einfach alles: PDR – und wir mittendrin.

Don Det haben wir dann am 2. Tag in unglaublichen 2 Stunden mit dem Rad abgefahren. Die Nachbarinsel, Don Khon, am darauf folgenden Tag. Hierbei ist wichtig zu erwähnen, Don Khon ist viel größer und wir waren den gesamten Tag unterwegs. Es gab neben staubigen Wegen, zwei Wasserfälle zu sehen, unter anderem den Li Phi Wasserfall. Am Ende ist auch ein netter Strand mit Lounge.

Natürlich bekommt man bei so vielen Aktivitäten auch so richtig Hunger. Daher gab es auch gleich vier Mal das hervorragende Cordon Bleu und fünf Mal das Red Curry ohne Zwiebeln, von der Speisekarte. Jeden Tag kamen neue Gäste zum Essen vorbei, und so wurde es niemals langweilig – unter anderem Max und Moritz – kein Witz, die heißen wirklich so. Die beiden haben sich ein Fischerboot im Norden gekauft und wollten nach Luang Prabang. Leider sind Sie nach nur 2 Tagen gesunken. Keine Sorge, es ist niemanden etwas passiert. Der verrückte Engländer – dessen Namen haben wir leider vergessen – er versucht mehr oder weniger erfolgreich sein Buch „15 Jahre Südostasien“ in einem einfach gebundenen Format an den Mann zu bringen. Susanne und Patrick – die wir leider zu spät kennengelernt haben, aber viel über Fotografie gelernt haben und sicher den einen oder anderen Lao Lao zu viel hatten.

Wem unser Programm zu eintönig ist, der kann natürlich auch noch, etwas Glück vorausgesetzt, südlich von Don Det und Don Khon die Irawadidelfine sehen. Nur noch ca. 12 Exemplare leben in dem Gebiet um Si Phan Don. Die 4000 Island sind wirklich ein Ort zum Entspannen.

Wir wurden übrigens jeden Morgen von unserer kleinen Entenfamilie unter unserer Stelzenhütte geweckt. Und abends von zwei Schaben ins Bett gebracht. Das war genug Wildlife für uns. Soviel Natur bekommt man, wenn man in einer noch relativ untouristischen Gegend ohne fließend Wasser ist. Das ganze hätten wir noch bequem weitere 14 Tage so oder so ähnlich betreiben können. Auch vom nichts machen ist man am Ende des Tages K.O., aber da hatte Lutz ja zum Glück ein kleines Wundermittel – Lao Lao. Ein echt fieser Reisschnaps.

Und da leider jede schöne Zeit mal vorbei ist, auch hier auf den 4000 Islands, buchten wir, schweren Herzens und gut genährt, den Bus nach Bangkok – an den Ort, wo unsere Asien-Tour vor 62 Tagen begann. Dort werden wir uns auf Down Under vorbereiten und die letzten Tage im hektischen Bangkok genießen.

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1 Comment

  1. hallo ihr beiden super super wo ihr seid wir verfolgen euch immer ganz spannend auch wenn wir uns selten melden aber wir denken viel an euch lasst es euch super gut gehen wir denken an euch und reisen in gedanken mit euch klaus und mutti

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